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Typisch Thai

• Amulette
 
Die Menschen glauben sehr an die schützende Kraft von Amuletten.
Auch die Geschichte des Landes hat viele Legenden parat, bei
denen    Amulette entscheidend dazu beigetragen haben, Unglück
und Leid abzuwenden. Viele Thailänder, ob Männer oder Frauen,
tragen einen dieser Glücksbringer an Ihren Halsketten. Die Figuren
aus Bronze, Ton oder Holz stellen berühmte Mönche oder Buddha
dar. Dabei handelt es sich oft um Erbstücke, die seit vielen Jahr-
hunderten von Generation zu Generation weitergereicht werden.
Sammler im ganzen Land sind dieser Leidenschaft verfallen und
handeln damit auf vielen Märkten. Es gibt einige Zeitschriften, die
sich nur mit diesem Thema beschäftigen. Kenner der Szene treffen
sich im Tempel Ratchanadda und auf dem Gehweg vor der Uni-
versität Thammasart. Der Wert einiger Amulette wird mit bis zu
25.000 DM beziffert und auch darüber hinaus sind keine Grenzen
gesetzt.
 
 
Amulette
Geisterhäuser  
Tätowierungen
Glücksbänder
Der König
Der Wai
Thai-Boxen
Takraw
Lächeln


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• Geisterhäuser
 
Der Geisterglaube ist im ganzen Land seit Jahrhunderten verbreitet.
Kein Haus wird gebaut ohne dabei auch an die Geister zu denken,
die in der Erde leben. Um diese Geister zu befrieden, wird mit dem
eigentlichen Hausbau auch ein Geisterhaus errichtet. Dort kann der
heimatlose Geist in Frieden wohnen. Zusätzlich werden Opfergaben
und kleine Bildnisse von Menschen und Tieren gespendet. Mensch
und Geist können so in enger Harmonie zusammen leben. Einer der   
bekanntesten dieser Schreine, steht in Bangkok in der Nähe des
Erawan Hotels.


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• Tätowierungen
 
Die traditionellen Tattoos kommen bei den modernen Männern
immer mehr aus der Mode. Auf dem Land wird diese Tradition
noch gepflegt. Vor 100 Jahren ließ sich fast jeder thailändische
Mann tätowieren, um unverwundbar zu sein, böse Geister und
Krankheiten abzuwehren. Die Prozedur ist schmerzhaft und gilt
als Symbol für den Wechsel vom Jüngling zum Mann. Während
die schützenden Yantra mit einer Nadel in die Haut gestochen
werden, spricht ein budhistischer Priester Beschwörungsformeln.  


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• Glücksbänder
 
Viele tragen dünne Schnüre um das Handgelenk. Sie sollen
Glück bringen, bzw. das Unglück abwenden. Auch Perlen-
Armbänder dienen diesem Zweck. Die Armbänder werden
fest verknotet und bleiben am Arm, bis sie von selber abfallen.   
Damit es auch wirkt, muss das Band gesegnet werden.


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• Der König
 
König Bhumibol Adulyadej wird im ganzen Land hoch verehrt. Die
Menschen lieben den König. Mit zahlreichen Hilfsprojekten und der
Nähe zum Volk hat sich König Bhumibol bei den Menschen einen
sehr hohen Respekt verdient. Sein Porträt hängt in fast jedem Haus.
Im Jahr 1946 bestieg Bhumibol Adulyadej den Thron und wurde, kurz   
nach seiner Heirat mit Königin Sirikit, im Jahr 1950 gekrönt.


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• Der Wai
 
Die Begrüßung erfolgt nicht, wie in westlichen Ländern üblich, mit
einem Händeschütteln. Die Begrüßung in Thailand erfolgt mit einem   
"Wai". Dabei werden die Hände, wie zu einem Gebet, vor der Brust
gefaltet. Je höher der soziale Status des zu Grüßenden ist, umso
höher werden die Hände gehalten.
Diese Geste ist voller Anmut, aber auch voller Tücken. Sollten Sie
sich nicht damit auskennen, grüßen Sie besser nicht auf diese Art.
Denn die richtige Haltung bei dieser Gestik einzunehmen ist für den
Besucher recht schwierig.
 


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• Thai-Boxen
 
Muay Thai ist ohne Zweifel der Nationalsport im Land. Der thailändische Boxkampf
wurde als eine Form der Selbstverteidigung während der Ayutthaya-Ära entwickelt
und ist eine Mischung aus Konzentrationsübung, Artistik und Kampfsport. Begleitet
von einer traditionellen Musikgruppe betreten die Kämpfer den Ring. Vor dem Beginn
eines Kampfes versinken die Sportler einen Moment in Meditation. Fünf Runden à
drei Minuten mit je zwei Minuten Pause wird "geboxt". Für die Angriffe sind Fußtritte
üblicher als Faustschläge. Die professionelle Thai-Boxer werden von den Zuschauern
wie Nationalhelden gefeiert. Das Fernsehen überträgt am Sonntagabend die heißesten
Kämpfe des Landes. Thai-Boxen wird zunehmend auch in anderen Ländern populär.


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• Takraw
 
Bei diesem Spiel darf jeder Körperteil, außer den Händen, eingesetzt
werden. Gespielt wird mit einem Ball aus Rattan. Zwei Varianten sind
dabei möglich. Ähnlich dem Volleyball spielen zwei Teams mit jeweils   
3 Spielern über ein Netz. Bei der anderen Variante versammeln sich
bis zu acht Spieler unter einem 5 Meter hohen Korb. Takraw verlangt
ein hohes Maß an Körperbeherrschung und blitzschnelle Reaktion.


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• Lächeln
 
DER WERT EINES LÄCHELNS

Es kostet nichts, aber bewirkt so vieles,
Es bereichert die, die es empfangen,
ohne die, die es verschenken, ärmer zu machen.
Es zeigt sich in einem kurzem Moment,
doch es bleibt nicht selten in ewiger Erinnerung.
Niemand ist so reich, als daß er ohne es auskäme.

Es bringt Glück ins Haus,
fördert guten Willen bei Geschäften
und ist Beweis für Freundschaft.
Es bedeutet Ruhe für sich Sorgende,
Licht für die Mutlosen
und Sonnenschein für die, die traurig sind.
Es ist der Natur bester Gegenpol zur Schwermut.

Allerdings kann man es weder kaufen, erbetteln,
ausleihen oder stehlen.
Denn es hat für niemanden einen irdischen Wert
bis zu dem Moment, da es verschenkt wird.

Wir möchten Dich bitten...
Sollten wir zu müde sein, Dir ein Lächeln zu schenken,
doch eines Deiner Lächeln bei uns zu lassen.
Denn niemand braucht ein Lächeln so sehr wie jene,
die scheinbar keines mehr zu verschenken haben.
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